Funktion oder Struktur - was ist sinnvoller?

Funktion oder Struktur - was ist sinnvoller?
© womue - Fotolia.com

Eine FMEA Analyse kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Man unterscheidet hierbei zum Beispiel in die Funktionsanalyse und die Strukturanalyse.

Wählt man die Funktionsanalyse, so untersucht man jedes Teil, jeden Schritt, in einem Produktionsprozess auf seine genaue Funktion hin und wie es mit den anderen Teilen, den anderen Schritten, zusammenwirkt. Die Breite der Untersuchung hängt von der Vielzahl der Teile bzw. Schritte ab, wohingegen die Tiefe individuell bestimmt werden kann und sich so gut anpassen lässt.

Erfolgt zunächst eine Grundanalyse, so dient diese dazu, genauer festzuhalten, an welchen Stellen tiefer in den Prozess eingedrungen werden soll. Die daraus resultierende Funktionsstruktur gibt Aufschluss darüber, wo sich eine Fehlersuche bzw. -behandlung lohnt und wo es wirtschaftlichen keinen Sinn macht. Zur einfachen Übersicht werden für die Darstellung Funktionsbäume, Funktionsnetze oder Funktionslisten benutzt.

Struktur, wo Struktur verlangt wird

Eine andere Art der FMEA stellt die Strukturanalyse dar. Sie eignet sich dort, wo ein sehr umfangreiches komplexes System vorliegt und demnach auch die Produktionsprozesse entsprechend verzweigt ausfallen. Diese Eignung begründet sich darauf, dass die Strukturanalyse das gesamte System untersucht und nicht wie bei der Funktionsanalyse nur einzelne Teilbereiche betrachtet.

Angefangen bei der obersten Ebene wird Schritt für Schritt die jeweils darunter liegende betrachtet und analysiert. Dies mag eine Weile dauern, erweist sich jedoch als äußert effizient und ist gerade bei Großprojekten, deren Umfang über viele Dimensionen geht, sehr hilfreich. Als Basis für dieses Analyseverfahren dient eine Stücklistenstruktur, an der man den Erfolg mittels eines Baumdiagramms darstellen kann.